nowato - mobile premium Kompost-Toiletten aus Holz - Verleih und Verkauf
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WIE UND WARUM : das nowato-Prinzip

Einstreu und Kompostierung

Die biokontrollierte Streutoilette

Unsere Komposttoiletten funktionieren ohne Wasser, ohne Chemie und nur mit Zellstoffmaterial (in unserem Fall Hobelspäne) nach dem System der biokontrollierten Streutoilette, BST. Dieser Begriff wurde in den 90er Jahren von Prof. Joseph Országh (toilette à  litière biocontrôlée, TLB) eingeführt und bekannt gemacht.

biokontrollierten Streutoilette, BST

Die Begrifflichkeit weist auf die Funktionsweise der Trockentoilette und auf die Unterbindung von Geruchsbildung hin. Die Gerüche werden verhindert und "kontrolliert", indem man ein zellstoffhaltiges Material pflanzlicher Herkunft nach jeder Benutzung hinzufügt.

In den Behältern dieser Toiletten blockiert der Zellstoff pflanzlicher Herkunft die enzymatische Reaktion in den Ausscheidungen, welche für die Geruchsbildung zuständig ist. Diese Blockierung kann nur dann stattfinden, wenn Urin in dem Prozess involviert ist, was grundsätzlich gegen die Trennung von Urin und Stuhl spricht. Damit der Kompost nicht mit der Zeit anfängt zu fermentieren (wegen Mangel an Belüftung), sollten die Behälter spätestens nach einer Woche gewechselt werden.

Die Komposttoiletten können entweder in einem separaten Häuschen untergebracht werden oder die herkömmliche Wasserspültoilette im Haus oder in einer Wohnung ersetzen. Sie benötigen keine Belüftung. Voraussetzung ist, dass man einen Garten oder eine andere Freifläche hat, bei dem die Reststoffe kompostiert werden können.

Wir haben uns für diese Komposttoilette entschieden, weil sie eine einfache und geruchsfreie Lösung darstellt und weil damit der natürliche Stoffkreislauf am besten geschlossen werden kann.


Streumaterial

Geeignetes Streumaterial für die nowato-Komposttoilette
  • trockener pflanzlicher Abfall wie kleingehäckselte Äste und Laub oder Gartenabfall (Pflanzen, trockener Grünschnitt usw.)
  • Hobelspäne und Sägespäne sowie zerfetzte Kartons aus Verpackungen. Die Farbe aus dem Karton wird vollständig durch die Kompostierung abgebaut - nur das Plastik und das Metall müssen vorher entfernt werden.
  • Eine Mischung von den oben erwähnten Stoffen - wobei das beste Material der kleingehäckselte Gartenabfall ist.


Nicht geeignetes Streumaterial
  • Sägespäne und Sägespäne aus Hölzern exotischer Herkunft, weil sie schlechte Gerüche entwickeln und Allergien auslösen können.
  • Sägemehl allein verursacht viel Staub und sollte nur gemischt mit anderen Materialien benutzt werden.
  • Kompost oder Gartenerde, Kalk, Asche, Torf und mineralisches Material.


Nutzung der Komposttoilette/Trockentoilette

Am Anfang sollte eine Schicht Streu (ein paar Zentimeter hoch) in den Behälter der Komposttoilette eingestreut werden. Die Erfahrung wird zeigen, welche Menge optimal ist. Wenn zuviel Streumaterial benutzt wird, muss der Behälter öfters geleert werden - bei zu wenig Einstreu kann es zu einer Geruchsbildung kommen.

Nach jeder Nutzung der Komposttoilette sollen die Hinterlassenschaften mit Toilettenpapier und ein bisschen feuchtem Streumaterial abgedeckt werden. Dazu kann ein Sprühgerät (Blumenspritze) benutzt werden. Das Toilettenpapier kann genauso, wie kompostierbare Windeln und Binden, mit reingeworfen werden.

Bevor der Behälter zu voll und zu schwer wird, sollte er auf den Kompost ausgeleert werden. Deshalb ist die Größe des Behälters wichtig, damit man ihn auch noch gut handhaben kann, wenn er voll ist.

Den Behälter mit Wasser spülen und abtropfen lassen, bevor er wieder eingesetzt wird.

Kompostierung

Komposthaufen

Eine Stelle für den Kompost wird im Garten eingerichtet. Dafür sollen für eine normale Nutzung über das ganze Jahr ungefähr 1 qm pro Person vorgesehen werden. Alle Küchen- und Gartenabfälle werden dem Kompost hinzugefügt.

Damit keine Fliegen angelockt werden, soll der Komposthaufen mit Grünschnitt, Laub, geschnittenem Gras oder Stroh abgedeckt werden.

Gegen Ende des Jahres (November) wird der Kompost umgewälzt, damit ein neuer Haufen angelegt und mit einer 20 cm dicken Schicht Stroh abgedeckt. Am Ende des nächsten Jahres werden die zwei Komposthaufen umgewälzt und ein dritter Haufen angelegt. Nach drei Jahre Kompostierung kann der Kompost für den Garten benutzt werden.